1. FC WEISSENFELS - SV GROSSGR. 6 : 1 (1 : 0)

von Uwe Abraham

Mit einer tollen Vorstellung im Nachpausenabschnitt, mal wieder auf´s berüchtigte "Banner- Tor" spielend, schoss sich der Gastgeber den Saisonfrust von der Seele. Während die Rippachtaler in Hälfte eins noch sehr gut dagegenhielten, brachen sie in der zweiten Halbzeit regelrecht auseinander. Fünf Mal schlug es nach der Pause im Gästetor ein, das hatte man so lange nicht erlebt.
Los ging`s nach drei Minuten mit einem Foul an Isaque Dias, doch der Schiri ließ zur Überraschung der Gastgeber die Pfeife stecken, also kein Strafstoss. Nur eine Minute später zwingt Patrick Baudisch (4.) Meissner im Gästetor zu einer Flugeinlage. Nach 8min. die Gäste im Vorwärtsgang, aber Kups`Schuss streicht durch den Weissenfelser Strafraum und findet keinen Abnehmer. Zweimal steht dann Michael Sturm im Mittelpunkt. Nach 17min. kommt er bei einem Freistoss seines Käpt`ns zu spät, zwei Minuten danach geht sein Freistoss Richtung Platz 3. In Minute 26 steht plötzlich Patrick Baudisch frei und verwandelt überlegt in`s lange Eck zur Führung für den Club. Eine knappe halbe Stunde war gespielt, als die Hausherren vergeblich auf die Abseitsfahne warteten, sich aber die Chance für Kups ergab(29.).  Der konnte sein Glück wahrscheinlich nicht fassen, allein vor Daniel Richter verzog er kläglich. Noch eine Chance für Tobias Bettermann, nach schönem Zuspiel von Ronny Schäffner, scheitert er aber am aufmerksamen Meissner(36.).

Damit ging es in die Pause eines abwechslunsreichen Spiels, an dem auch die Gäste ihren Anteil hatten und man durchaus merkte, das sie auswärts besser spielen als zu Hause.
Die erste Duftnote nach dem Wechsel setzt Käpt`n Scharf(49.) mit einem Freistoss, den aber Meissner wegnehmen kann. Nach 55min. war er aber machtlos, als Ronny Scharf diesmal besser zielte und den Freistoss oben rechts zum 2:0 einnetzte. Nach gut einer Stunde hatte Seb.  
Löbnitz seinen Auftritt. Zuerst verwandelte er einen Foulelfmeter, was sogar den Stadionsprecher verwirrte(65.) um nur drei Minuten später mit einem Superschlenzer in`s rechte Dreieck(68.) zu glänzen. Danach zweimal die nicht aufsteckenden Gäste am Zug. Nach 70min. trifft der Doppeltorschütze vom Hinspiel, König, das leere Tor nicht, aber zwei Minuten danach erzielt Kups freistehend das Ehrentor zum 1:4. Eine Viertelstunde vor Schluss dezimieren sich die Gäste durch eine Gelbrote Karte für Kühnapfel wg. wiederholten Foulspiels selbst. Das nutzen die Hausherren noch zur Verbesserung des Torkontos, denn Ronny Schäffner (75.), der sich dieses Tor mehr als verdient hatte, traf zum 5:1.
Zehn Minuten waren noch zu gehen, als Patrick Baudisch den besten Grossgrimmaer an diesm Tag, Keeper Meissner, erneut zu einer Parade zwang. Den Schlusspunkt setzte nach 82min. der gerade eingewechselte Petr Krivan, der mit einem Kunststoss Meissner keine Abwehrchance ließ. Nach 87min. fliegt Ronny Schäffner noch an einer Linksflanke vorbei und dann war Schluss.
So hätte man sich die Hausherren öfter im Saisonverlauf gewünscht, jetzt ist es dafür leider zu spät wurde aber von den Fans trotzdem honoriert, und man wird sehen wie sich alles weiterentwickelt, die sportliche Leitung "bastelt" schon an der neuen Saison, drücken wir dafür schon mal die Daumen. Bis dahin gilt es die Saison ordentlich zu Ende zu spielen und als kleines Trostpflaster vielleicht den Pokal in den Händen zu halten.
1. FC Weißenfels: Richter- Risian, Ley, Bransch, Sturm (ab 77. Kriz`), Bettermann, Baudisch, Scharf (ab 80. Krivan), Dias (ab 82. Schulz), Löbnitz.

1. FC ZEITZ - 1. FC WEISSENFELS 1 : 3 (0 : 0)

von Uwe Abraham


Im Wiederholungsviertelfinale, die Erstansetzung wurde wg. der schweren Verletzung von Michael Sturm damals abgebrochen, ging heute auf Grund der besseren Chancenverwertung an die Gäste aus der Saalestadt.
Im Vorpausenabschnitt taten sich die alten Rivalen nicht grossartig weh, erste Möglichkeit für Tobi Bettermann (11.), der spielt aber in aussichtsreicher Position ab statt selbst zu schiessen. Zwei Minuten später kann Daniel Richter einen Kopfball noch an den Pfosten lenken. Nach 16min. steht Toni Menz vor Richter, knallt den Ball aber leichtfertig am Tor vorbei. Patrick Baudisch machte es nach 21min. nach und schoss genauso klar drüber. Eine halbe Stunde war gespielt Pokalfeeling kam nicht auf. Patrick Baudisch aus spitzem Winkel knapp drüber (35.), Schellenberg scheitert an Richter(42.), genauso schafft es Seb. Löbnitz nicht den Torwächter der Hausherren zu überlupfen (44.) und dann war schon Pause.
Aus der Pause die Gäste wieder etwas beweglicher und Baudisch scheitert aus Abseitsposition (48.) an Tormann Beier. Besser machte es dann der Zeitzer Knechtel (52.), der, nachdem Isaque Dias am Tormann scheiterte, den zurückspringenden Ball mehr als unglücklich zur Gästeführung abfälschte. Nach 59 min die Chance zum Ausgleich, aber Meissner vergibt mehr als kläglich. Das rächte sich nach drei Minuten, denn da setzte sich Käpt`n Scharf energisch durch und hatte auch noch das Auge für Patrick Baudisch (62.), der mit schönem und platzierten Schuss Beier keine Abwehrchance ließ. Als nach einer Baudisch-Ecke Pfanne jr. den Ball in den Strafraum drosch (65.) verloren die Grünweissen kurz die Übersicht, konnten aber letzlich klären. Machtlos aber hilfsbereit zeigten sie sich nach 68min. als der Angriff schon abgewehrt schien, aber Ronny Schäffner den Ball doch noch vor die Füsse bekam und zum 0:3 einschoss. Nach 71 bzw. 72min. lief Fiedler alleine auf Daniel Richter zu, doch der brachte im grossen Stil den Ball unter Kontrolle. In Minute 75 noch ein schöner Freistoss von Tobi Bettermannn auf`s Tornetz und nach 82min. ein Alleingang von Menz, den Richter wiederum souverän wegnahm, das sollt es gewesen sein. Da man auf Gästeseite nicht ohne Gegentor bleiben will durfte Hans Meier nach 84min. doch noch den verdienten Ehrentreffer erzielen.
Am Ende ein berechtigter Gästesieg, da man einfach die gebotenen Chancen besser nutzte. Jetzt geht es im Halbfinale gg. den VfB Nessa (voraussichtlich am 16.Mai, 18:00), das Finale wäre dann am 26.Mai gg. den LK-Aufsteiger in spe` 1.FC `24 Nebra, die heute im Unstrut-Derby klarer 4:1- Sieger gg. Laucha waren.
Weißenfels: Richter- Risian, Ley, Schäffner, Knabe, Bettermann, Baudisch, Löbnitz (ab 81. Kriz`), Pfannenschmidt, Scharf, Dias.
Zuschauer: 250 , Ernst-Thälmann-Stadion, Zeitz.

 

VFL HALLE 96 II - 1. FC WEISSENFELS 1 : 2 (0:2)

von Uwe Abraham


Nach einem halben Jahr .gab`s am gestrigen Sonnabend den ersten Auswärtsdreier nach dem 2:0 in Laucha. Auch das ist wahrscheinlich ein Grund für den Nichtaufstieg. Das nur am Rande, denn der Blick geht nach vorn, und so präsentierte sich eine auf verschiedenen Positionen veränderte FC-Mannschaft dem Publikum am Zoo.
Erste überraschen war, dass man diesmal auf dem Hauptplatz und nicht auf der berühmt- berüchtigten Schmirgelscheibe antreten durfte.
Bei drückender, hochsommerlicher Hitze und Temperaturen um die 30 Grad zeigte der Gast aus Weissenfels gleich, das er gewillt war das Spiel an sich zuziehen und für sich zu gewinnen. Nachdem nach einer halben Minute ein Schuss von Käpt`n Scharf noch eine Beute des guten Kienitz wurde, machte es in Minute Zwei Pfanne jr. besser. Zuerst mit etwas Glück, aber dann mit Übersicht in`s kurze Ecke traf er zur frühen Gästeführung. Die junge Zoo-Reserve zeigte sich zum ersten Mal bei einem Freistoss nach 7min., der aber Daniel Richter vor keine Probleme stellte. Nach zehn Minuten spielte Isaque Dias den Ball auf Patrick Baudisch, der Kienitz mit seinem Schuss von der Strafraumgrenze zu einer Glanzparade zwang. Nach 12min. noch ein Kopfballversuch von Miro Risian der aber nichts einbrachte. Danach nahmen sich beide Kontrahenten etwas zurück, auch der Hitze geschuldet. Eine knappe halbe Stunde (27.) war gespielt als Dias mit einem Geistesblitz Baudisch bediente und wieder Kienitz als Meister seines Faches sah, den abgewehrten Ball setzte Tobias Bettermann neben den linken Pfosten.
In der 38.min steht plötzlich Pfanne jr. frei vor Kienitz spielt aber ab auf Tobias Bettermann, der sich die Chance zum 0:2 nicht entgehen ließ. Fast mit dem Pausenpfiff hat Isaque Dias das 0:3 vor den Füssen senst aber über die Kugel, die Pfanne jr. in`s Zentrum gepasst hatte.
Zur Pause eine sichere Gästeführung, da die `96er eigentlich keine klare Chance hatten.
Der zweite Abschnitt ist schnell erzählt, weil meist von der Hitze dominiert. Die Gäste agiler, allein sie belohnten sich nicht mit ein oder zwei weiteren Toren. Aber man hatte die Hausherren soweit im Griff, dass von ihnen keine entscheidende Torgefahr ausging. In den Schlussminuten dann zwei klare Möglichkeiten für den Gast, als Ronny Scharf durch war, auch mehrere Textilproben überstand, noch zu Patrick Baudisch passen könnte, der aber wieder an Kienitz`Fuss scheiterte (84.). Vier Minuten vor dem Schlusspfiff segelt ein Scharf- Freistoss in den Strafraum und Miro Risian, per Kopf, zwingt Kienitz zu einer weiteren Glanzparade. Die letzte Chance für Blaugelb hatte Patrick Baudisch(88.) nach Kriz`-Zuspiel, sein Schuss geht aber knapp vorbei. In der Schlussminute kamen die Gastgeber doch noch zum Anschlusstreffer, als Kasch von der Strafraumgrenze auf`s Tor bombte, Richter glänzend parierte, doch gegen den Nachschuss von Bienko machtlos war.
Viel ging in der Nachspielzeit nicht mehr, am Ende ein berechtigter Sieg, der durchaus höher hätte ausfallen dürfen, trotzdem nahm man die Punkte gerne mit und stürzte die auch einmal mit zu den Aufstiegsfavoriten zählenden `96er noch tiefer in den Tabellenkeller.
Weißenfels: Richter- Risian, Ley, Schäffner, Knabe, Bettermann (ab 46. Kriz`), Baudisch, Scharf, Pfannenschmidt, Löbnitz (ab 62 Bransch), Dias (ab 81. Schulz).
Zuschauer: 50 Stadion am Zoo, Halle.

 

1. FC WEISSENFELS - BSC LAUCHA 4 : 1 (2 : 1)

von Uwe Abraham

Nach einem meist einseitigen, manchmal auch luftleeren, Spiel gewinnt der FC am Ende doch deutlich gg. die Glockenstädter aus Laucha.
Das Spiel beginnt verhalten und wird eigentlich erst interessant als sich Ronny Scharf nach 10min. den Ball zum Elfmeter bereitlegt.Eigentlich ungesehen vom Verfasser zeigt Schiri Worms auf den Punkt, und der Käpt`n verwandelt sicher zur Führung, 1-0 für den Club.Die Hausherren sicher überlegen aber ohne die nötige Konsequenz im Spiel nach vorn. In den ersten gut 20min. die Gäste in der Offensive kaum gesehen, aber die Blaugelben machen zuwenig daraus. Nach 26min. ein Lebenszeichen der Männer von der Unstrut, aber Paloch`s Schuss streicht knapp über das Richter-Tor. Eine knappe halbe Stunde ist gespielt als Saal im Gastgeberstrafraum von den Beinen geholt wird und wieder zeigt der Schiri, berechtigt, auf den Punkt. Daniel Richter fliegt zwar in die richtige Ecke, aber der Schuss von Ronny Battke schlug unhaltbar neben dem linken Pfosten ein. Der FC weiter im Vorwärtsgang, musste aber bei den Gegenstössen der BSCer auf der Hut sein, so als Mika(32.) Daniel Richter per Faust zu einer Glanzparade nötigte. Nach 39 bzw. 41min. hätte es durchaus jeweils einen Elfer für den FC geben können, doch weder Pfanne jr. noch Ronny Scharf erhielten den Lohn für ihren Einsatz. So hatte man sich schon mit dem Pausenremis abgefunden, als sich Schiri Worm, bei einem eher harmlosen Foul an Pfanne jr., doch nochmal genötigt sah auf den Punkt zuzeigen. Käpt`n Ronny Scharf (45.) übernahm die Verantwortung und traf zum 2-1- Pausenstand.
Nach dem Pausentee nicht viel Neues, der Gastgeber bemüht, die Gäste bemüht Gegentore zu verhindern und so lief das Spiel mit gelegentlichen Torschussbemühungen eher unspektakulär durch. Erster echter Höhepunkt war nach 57min. ein Kunststoss von Ronny Scharf der sich mit seinem dritten Tor heute selber belohnte, sein Freisstossknaller schlug unhaltbar für Barth rechts oben ein. Damit war das Spiel dann praktisch entschieden, auch wenn es nochmal einen Strafstoss hätte geben können, als Vojta Kriz`nach 69min. im Strafraum unsanft gebremst wurde aber der Schiri dachte, das wohl drei Elfer in einem Spiel genügen täten. So blieb es Isaque Dias vorbehalten in den Schlusssekunden, nach schönem Zuspiel des wiedergenesenen Micha Sturm zum 4-1- Endstand einzunetzen.
Es ist schwer sich nach dem verpassten Saisonziel nochmals zu straffen, aber die Mannschaft, und das sollte sich jeder und zwar richtig, überlegen, hat in den verbleibenden 7 Spielen die Möglichkeit sich für die nächste Saison einzuspielen, wer bleibt sollte das durchaus tun, wer gehen möchte sollte des dem Trainer bzw. dem Vorstand doch im Laufe der Woche gleich mitteilen, was wir gelernt haben aus der Saison, wir brauchen Kerle...
FC: Richter- Risian, Schäffner (ab 81. Helber), Bransch, Knabe (ab 65. Sturm), Bettermann, Löbnitz, Kriz`(ab 81. Tillmann), Pfanne jr., Scharf, Dias


 

STURM AUF DEM WEG DER BESSERUNG

von Joachim Beyer/MZ

„Ich hatte einen Schutzengel“, sagt  Michael Sturm und atmet tief durch. Im Fußball-Kreispokal war er am Ostermontag beim Viertelfinalspiel gegen den  1. FC Zeitz im Thälmannstadion  schwer verletzt worden (die MZ berichtete). Er liegt   im Zeitzer Klinikum. Prellungen und eine Gehirnerschütterung, so lautet die Diagnose. „Es wurden keine Brüche im Gesicht festgestellt, darüber bin ich sehr froh“, so der Verletzte. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut.  Er hofft,  dass er am heutigen Mittwoch aus dem Krankenhaus entlassen werden kann.
„Ich erinnere mich nicht an den Unfall“, erklärt Sturm. Was war geschehen?   In der 26. Minute kam es im Mittelkreis zum Kopfballduell zwischen dem Gästespieler und dem Zeitzer Viktor Aguocha. Beide  prallten   mit den Köpfen zusammen und stürzten zu Boden. Während der Zeitzer nach kurzer Behandlung wieder aufstehen konnte, kämpften Weißenfelser Mitspieler um das Leben ihres Sportfreundes. Sie schafften es, die verschluckte Zunge wieder frei zu bekommen. Dann verlor der Verletzte kurzzeitig das Bewusstsein.      Die Weißenfelser beantragten beim Unparteiischen einen Spielabbruch. Zeitz stimmte zu. Das Match soll  am 18. oder 25. April an gleicher Stelle im Thälmannstadion wiederholt werden.
Sturm ist beeindruckt, wie viele  ihm  Genesungswünsche überbrachten. Und nicht nur Weißenfelser. Dazu gehörten auch das Weißenfelser  FC-Mitglied Klaus-Dieter Knabe und der Zeitzer Vereinsvorsitzende Andreas Schwager. Sie brachten gestern Blumen und wünschten gute Besserung.
„Das Telefon stand kaum still. So ein Trubel, das ist gar nicht mein Ding“, meint der Fußballer. Aber stolz sei er schon darauf, wie man sich um ihn kümmere.  Seine Eltern waren gestern aus Zittau zum Krankenbesuch angereist. Auch darüber habe er sich sehr gefreut.  Als man ihm erzählte, dass nach dem Zusammenprall im Stadion einige Fans geweint haben, hat ihn das sehr berührt.  „Das zeigt, dass der Fußball auch zur Verbundenheit führt“, betont der  29-Jährige seine Überzeugung.
Aguocha ist am gleichen Tag behandelt worden, wurde am Kopf genäht und hat anschließend Michael Sturm auf der Station besucht. Schuldzuweisungen gegen den  Zeitzer gibt es vom Weißenfelser nicht. Das sei Fußball und könne passieren.  Und außerdem: „Wir haben uns in ruhigen Spielphasen unterhalten, das mache ich auch nicht mit jedem Gegenspieler.“
Sturm, der in Jena wohnt und als Trainer beim FC Carl Zeiss in der Fußballschule tätig ist, hat keine Sekunde nach dem dramatischen Zwischenfall in Zeitz an die Beendigung seiner Laufbahn gedacht. „Ich spiele seit dem vierten Lebensjahr. Der Fußball ist mein Ein und Alles. Wenn ich  gesund bin, dann stehe ich meiner Mannschaft auch wieder zur Verfügung“, so der Stürmer.  
Erleichtert zeigt sich einen Tag nach dem Spiel auch der Präsident des 1. FC Weißenfels, Lars Brzyk: „Uns sitzt zwar immer noch der Schock in den Gliedern, aber alle sind froh, dass Michael keine Brüche im Gesicht davongetragen hat.“   Der Zeitzer Trainer Gunter Grimm äußert sich ebenfalls. „Der Unfall spukt immer noch in unseren Köpfen herum“, meint er. „Ich wünsche dem Weißenfelser alles Gute und hoffe darauf, dass er schnell  gesund wird und bald wieder auf dem Fußballfeld zu sehen ist.“
Beide Vereine werden sich nun über den neuen Termin des Viertelfinalspiels einigen. Viel zeitlicher Spielraum besteht nicht. Die Eintrittskarten von Ostermontag haben aber für die Wiederholungspartie im Zeitzer Ernst-Thälmann-Stadion Gültigkeit.


1.FC ZEITZ - 1.FC WEISSEFELS abgebrochen...

Von Uwe Abraham

Fussball nur noch Nebensache

Nach einer mehr als schweren Verletzung von Michael Sturm wurde das Pokalspiel im Einvernehmen beider Mannschaften beim Stand von 0:1 nach 25 Spielminuten abgebrochen.
Zu diesem Zeitpunkt führte der Gast aus Weissenfels durch ein frühes Tor von Ronny Schäffner (1.), der nach einem abgewehrten Kopfball von Michael Sturm einköpfte, verdienter Maßen.
Nach 25 min. rauschten Michael Sturm und der Zeitzer Viktor Aguocha der Maßen zusammen, das beide verletzt am Boden liegen blieben. Irgenwie war allen Beteiligten klar das hier sofortiges Handeln angesagt war. Dank geht hier vor allem an seine Mannschaftskameraden Jörg Steingraf, Daniel Richter und Stefanie Griebel, die die Erstversorgung unternahmen bis der Rettungsdienst eintraf.
Angesichts dessen war keinem mehr nach Fussball und der Schiedsrichter brach in Abstimmung mit beiden Teams die Begegnung ab.
Unsre Wünsche und Gedanken sind bei Michael Sturm, dem beide Mannschaften sowie alle Freunde das Fussball schnelle und vollständige Genesung wünschen...


NAUMBURG 05 II - 1. FC WEISSENFELS 1:0 (0:0)

Der Tabellendritte 1. FC Weißenfels hat sein Nachholspiel in der Fußball-Landesklasse beim Tabellenletzten Naumburger SV 05 II unerwartet mit 0:1 (0:0) verloren. Dabei hatten die Naumburger offenbar eigentlich schon mit der Liga abgeschlossen. Denn zuletzt holten die Kreisstädter Mitte November des vergangenen Jahres mit dem 3:3 in Großgrimma einen Punkt. Danach setzte es eine Serie mit sieben Niederlagen und durchschnittlich rund fünf Gegentoren.
Der 1. FC Weißenfels dagegen hätte mit einem Sieg den zweiten 1. FC Zeitz überholen und bis auf zwei Punkte auf Tabellenführer SV Merseburg 99 aufschließen können. Bei jetzt auch regulär sechs Punkten Rückstand auf den ersten Platz scheint der Meisterschafts- und Aufstiegszug für die Weißenfelser abgefahren zu sein.
Schütze des goldenen Tores am Gründonnerstag war ausgerechnet der  Ex-Weißenfelser Mahmoud Ajo, der in der 56. Spielminute einen von FC-Libero Miroslav Risian verursachten Elfmeter verwandeln konnte.
„Wir können Merseburg zur Meisterschaft gratulieren“, sagte gestern Vereinspräsident Lars Bryzk gegenüber der MZ, nachdem er sich mit Trainer Henryk Lihsa und dem sportlichen Leiter Rene Milbrath beraten hatte. „Wenn du dir in 90 Minuten nicht eine einzige Torchance erarbeitest und überhaupt keinen Siegeswillen zeigst, brauchst du dich nicht wundern, wenn du so ein Spiel verlierst“, erklärte Bryzk, wies aber auch daraufhin, „dass Naumburg mit Verstärkungen aus der eigenen ersten Mannschaft eine sehr grobe Spielweise an den Tag gelegt hatte.“ Die Gäste mussten dagegen mit Spielern aus der Reserve ergänzen.


1. FC WEISSENFELS - RW WEISSENF. 4:2 (3:1)

Von Uwe Abraham

Doch nicht in den April geschickt

Nachdem am Vortag Merseburg 99 Zeitz mit 3:2 geschlagen hatte zählte heute mehr denn je ein Dreier im Ortsderby gg. Motor. Am Ende mehr als berechtigt, aber aus mehreren Gründen wieder einmal selber schwer gemacht, gelang ein Sieg, gg. biedere Neustädter.
Die wussten von Anfang an nichts mit ihrem Glück anzufangen, denn der erste Angriff der Männer vom Röntgenweg endete gleich mit einem Treffer, bei dem die komplette Gastgebermannschaft einfach nur schlecht aussah und noch nicht auf den Platz schien. Lange kam nach einer Linksflanke, die lange in der Luft war, unbedrängt zum Kopfball und vollendete zur frühen Führung (2.). Fortschritt hatte Mühe in`s Spiel zu gelangen und Roberto Ley verpasste die erste Chance zum Ausgleich nach 9 Minuten, sein abgewehrter Ball kommt zu Patrick Baudisch, aber geht knapp vorbei. Bei der nächsten verheissungsvollen Aktion war auch der Ausgleich geschafft. Isaque Dias (13.) schaltet am schnellsten, an den verdutzten Rotweissen vorbei, trifft er in`s lange rechte Eck zum 1:1. Nur zwei Minuten später legt der Torschütze für Patrick Baudisch auf, doch der zielt knapp über´s rechte Eck. Danach die Hausherren spielbestimmend, aber mit einem folgenschweren Aussetzer. Patrick Baudisch, schon früh gelbsehend, kommte wieder einen Tick zu spät und sieht nach 25min. zum zweiten mal Gelb und muss folgerichtig vom Platz. Über das Fingerspitzengefühl von Schiri Petzka (Halle/S.) lässt sich sicher streiten, aber Fortschritt nunmehr für 65 Minuten nur noch zu Zehnt. Trotzdem weiter weit überlegen, kurzes Schütteln bei den Blaugelben als Köhler auf Lange passt, aber Daniel Richter (27.) klärend eingreifen kann. Weiter kennt das Spiel nur eine Richtung, auf das Motor- Tor. Nach 32min. gibt Petr Krivan eine Ecke heraus auf Ronny Scharf, dessen Schuss aus 20 Metern auf`s Tor kommt zu Ronny Schäffner, der aber knapp vergibt. Nur zwei Minuten später muss Wendler in höchster Not gg. Dias (34.) klären. Sechs Minuten vor der Pause fasst sich Roberto Ley ein Herz und bombt aus 20 Metern auf`s Tor der Rotweissen, Schreiber, der den Ball scheinbar unterschätzt, wird von dem Schuss gg. die Lattenunterkante düpiert, die berechtigte Führung für den Gastgeber. Das es zu einem Doppelschlag reicht ist Pfanne jr. zu verdanken, denn der setzt sich über rechts durch und lässt mit seinem Schuss in die lange Ecke, nur zwei Minuten später, Schreiber keine Chance. Fast mit dem Pausenpfiff setzt Roberto Ley noch eine Freistossduftmarke, die allerdings aus 25 Metern knapp über den linken Winkel zischt. Damit war nicht nur die erste Hälfte, sondern auch die beste Phase der Gastgeber beendet.
Aus der Pause die Motorianer wieder wacher, denn nach 49 Minuten läuft Wiesner alleine auf Daniel Richter zu und verwandelt zum eigentlich überraschenden Anschlusstreffer.
Dann ist die zweite Hälfte schnell erzielt, die Blaugelben mit einem klaren Übergewicht aber klare Chancen waren Mangelware, so das man wie gg. Teuchern bis in die Schlussminuten bangen musste, obwohl der Gegner nicht wirklich viel hergab. Zwei Möglichkeiten für Pfanne jr. und Isaque Dias ( 54., 56.) waren auf Gastgeberseite zu erwähnen, wie in der 76.min. als Lange gg. Risian durchzieht und fast den überflüssigen Ausgleich erzielt hätte. In Minute 88 dann doch die endgültige Entscheidung, als Käpt`n Scharf alleine auf`s Tor läuft, zwar an Schreiber hängenbleibt, aber der eingewechselte Kriz`zum 4:2 einschieben darf.
Nach der Schrecksekunde am Anfang und der Gelbroten Karte für Patrick Baudisch hat sich die Mannschaft gestrafft und mit einer guten Vorpausenviertelstunde die Grundlage für den berechtigten Heimerfolg gelegt. Motor war auch gegen einen Mann weniger nicht in der Lage dem Spiel eine mögliche Wende zu geben.
Am Donnerstag im Nachholer bei der Angerreserve wird es trotz der Tabellenkonstellation nicht leicht, fehlen doch mit Scharf, Schäffner und Baudisch drei Leute sperrbedingt. Die sind aber dann zum Pokalspiel in Zeitz am Ostermontag wieder mit an Bord.

Weißenfels: Richter- Risian, Ley, Schäffner, Bransch (ab 72. Sturm), Bettermann, Baudisch, Scharf, Pfanne jr., krivan, Dias (ab 82. Kriz`).

Zuschauer: 220


VFL QUERFURT - 1. FC WEISSENFELS 1:1 (1:0)

Von Uwe Abraham

Mit einem enttäuschenden Remis und drei blauen Augen machten sich unsere Männer wieder auf die Heimreise. Dabei musste man mit der Punkteteilung mehr als zufrieden sein, hatten doch die Hausherren mit ihrer Verriegelungstaktik weit mehr Chancen aus dem Spiel heraus zum Erfolg zu gelangen als die Gäste.
Dabei ging es recht munter von Gästeseite los, denn nach einer guten Minute hatte Ronny Scharf per Freistoss schon die erste Möglichkeit, stellte aber Niebergall vor keine grosse Probe. Wieder war es ein ruhender Ball, diesmal von Tobias Bettermann (8.) getreten, der Niebergall als Sieger sah, obwohl er diesesmal weit mehr Probleme mit dem Ball hatte und ihn unspektakulär wegfaustete. Fast im Gegenzug war plötzlich Martini frei, lupfte den Ball am herauseilenden Daniel Richter vorbei uns Aus. Nach 12min. wieder eine Hiobsbotschaft für die Blaugelben, denn Felix Bransch hatte sich verletzt, hielt aber mit verletzten Arm (ausgekugelt) bis zur Pause durch. Eine knappe Viertelstunde ward gespielt als Ronny Scharf (13.) im Nachschuss, nach dem Sturm und Baudisch abgeblockt wurden, den Tormann der Gastgeber testete. Roberto Ley prüfte mit einem Freistoss nach 18min. den Torwart, der aber sicher hielt. nach 20min. waren auch die Querfurter vorm Tor der Gäste, zielten aber weit vorbei. Im Gegenzug die Chance für Patrick Baudisch, vielleicht hätte er auf den mitgelaufenen Michael Sturm spielen sollen, als er freistehend den Torwart zu einer Glanzparade nötigte. Nach einer knappen halben Stunde flankt Slawinsky von rechts in den Strafraum und der Ball senkte sich auf die Querlatte. In Minute 38 fast das Gegenstück, denn Tobias Bettermann`s Schussversuch landet auf dem linken Lattenkreuz. Als alle sich schon auf`s Pausenbier freuten schlug es im Gästetor ein. Richter konnte im Einsgegeneins zwar klären, doch der Ball kam zu Martini, der die Kugel in die Maschen setzte. Verdutzte Gesichter bei den Gästen, die ihren Frust noch beim Kabinengang am Schiri abliessen, doch es blieb beim 1:0- Pausenstand.
Aus der Paus` kamen hochmotivierte Gäste, naja nicht wirklich. Sicher hatte man mehr Spielanteile, aber die klaren Chancen hatte der VfL. Erste Möglichkeit für den Gast, nach Wiederbeginn segelt eine Ecke von Baudisch durch den Strafraum und Bärschneider ( Hinspieltorschütze in der Schlussminute ) hätte bald seinen "Fehler" vom Hinspiel korrigiert, doch sein Kopfball ging am eigenen Tor vorbei. Nächste Ecke, nächster Versuch. Diesmal tritt Bettermann an, nachdem die Hausherren geradeso klären konnten, und Miro Risian(48.) schaufelt den Ball an die Querlatte. Fünf Minuten im Nachpausenabschnitt gespielt und Isaque Dias setzt sich endlich einmal über links durch flankt zurück an die Strafraumgrenze, doch Tobi Bettermann schiesst den Ball über das Gehäuse. In Minute 55 die klare Chance für die Hausherren, als Slawinsky alleine auf Daniel Richter zuläuft (abseits ?) ihn aber nicht umspielen kann und vom Tor weggetrieben wird, und Richter dann im zweiten Versuch Sieger ist. 57min. gespielt als eine Bettermann-Ecke für Verwirrung sorgt aber letzlich keinen Abnehmer in Hellblau findet. In der 64.min. sollte es dann um die Gäste geschehen sein, doch Böhme bringt das Kunststück fertig und trifft aus knapp drei Metern nur die Querlatte des verwaisten Weissenfelser Tores. Weiterhin versuchen es die Gäste nur durch die Mitte wo sich Querfurt mit einfachsten Mitteln auf die Gäste eingestellt hatte. 12min. vor dem Ende flankt Bettermann auf Risian, dessen Kopfball kann Niebergall aber problemlos aufnehmen. Im Gegenzug vertändeln die VfLer die Entscheidung, in Überzahl gelingt es nicht Ley und Richter entscheidend auszuspielen. Neun Minuten vor dem Ende kommt Patrick Baudisch nach einem Missverständniss eine Stiefelspitze gg. den Tormann zu spät. Nur eine Minute später wieder Baudisch doch der Ball verspringt und der Torwart kann klären. Vier Minuten noch zu gehen und wieder eine Ecke, das die dann noch den Ausgleich bringt hätte fast keiner mehr erwartet, doch bedurfte es der Mithilfe der Hausherren, denen heute wirklich das Glück nicht hold war, denn Bärschneider , entschuldigte sich damit endgültig für den Ausgleich im Hinspiel, nickt den Ball am verdutzten Niebergall vorbei ins eigene Tor. Letzter Aufreger in den Schlusssekunden war noch ein Schuss von Miro Risian, nach Zuspiel über Dias und Milbrath, geht der aber über den Kasten.
So sah man beim Abgang alles andere als zufriedene Gesichter. Bei den Hausherren, weil man einen verdienten Erfolg verpasst hatte und bei den Gästen, die weit unter ihren Möglichkeiten blieben, trotz einiger Besetzungsprobleme.
Da Zeitz und M`99 ihre Aufgaben erwartungsgemäss gelöst haben sieht sich Fortschritt jetzt, auch wenn der Nachholer über Ostern (N05 II) gewonnen wird, immer mehr ins Hintertreffen geratend. Die Leistung des heutigen Tages ist allerdings auch keine Bewerbung für höhere Aufgaben gewesen.

Weißenfels: Richter- Risian, Ley, Bransch (ab 46. Helber), Schäffner, Sturm (ab 80. Milbrath) Bettermann, Baudisch, Scharf, Kriz`, Dias.


1. FC WEISSENFELS - SV TEUCHERN 1:0 (1:0)

Der 1. FC Weißenfels hat sich mit einem 1:0 (1:0)-Sieg gegen den Verfolger SV Teuchern wieder auf den dritten Platz der Fußball-Landesklasse, Staffel 6, vorgekämpft. Sogar der zweite Platz ist nach dem 1:1 der Zeitzer in Wörmlitz-Böllberg wieder aus eigener Kraft möglich.
Bereits in den Anfangsminuten hätte es schon im Teucherner Kasten klingeln müssen, doch Ronny Scharf und Max Pfannschmidt scheitern an dem sehr gut aufgelegten Christoph Kanold im Tor der Gäste. Genauso wie Schäffner und erneut Scharf im weiteren Spielverlauf. Fünf Minuten vor der Pause hätte es 1:0 stehen müssen, doch Baudisch trifft nur den Pfosten. Drei Minuten später erzielt Ronny Scharf dann doch noch die überfällige Führung, als er an Kanold souverän vorbei schiebt.
Nach dem Wechsel ändert sich das Bild für die 160 Zuschauer nicht. Weißenfels drückt aufs Tor, Kanold aber bleibt weiter auf dem Posten. Vor allem Isaque Dias hätte das Spiel vorzeitig entscheiden können, zielt aber mehrmals am Tor vorbei oder trifft den Ball nicht richtig.  In der 71. Minute erzielt Teuchern dann sogar ein Tor, was aber wegen Behinderung von FC-Torwart Daniel Richter nicht anerkannt wurde. So blieb es bei einem Sieg, dem Trainer Henryk Lihsa nur die drei gewonnenen Punkte als Positivum abgewinnen kann: „Wir haben hoch verdient gewonnen, wenn auch mit drei Tore zu niedrig“, so Lihsa.
Wie brisant ein Derby sein kann, vor allem wenn es auch noch um wichtige Punkte geht, zeigt die 85. Minute. Sebastian Löbnitz (1. FC Weißenfels)  und Teucherns Marcel Zetsche geraten aneinander und Schiedsrichter Frank Landskron aus Teutschenthal zeigt beiden glatt Rot. „Mit etwas Fingerspitzengefühl hätte man da auch nur gelb zeigen können. Aber alles in allem hat der Schiri gut gepfiffen“, so Heiko Köthe, Trainer des SV Teuchern, der Weißenfels ebenso einen verdienten Sieg bescheinigt.
„Über den Schiedsrichter möchte ich nichts sagen. Aber die überharte Gangart, die Teuchern an den Tag legte, war schon schlimm“, beschwert  sich Lihsa, der nach dem Spiel zwei neue Verletzte zu beklagen hat. Zum einen erleidet Torwart Daniel Richter nach zweifachem Zusammenprall mit einem Gegenspieler eine Leistenverletzung und auch bei Top-Stürmer Voitjech Kriz steht es in den Sternen, ob eine Muskelverletzung ein Auflaufen nächste Woche in Querfurt möglich macht.  Dazu kommen die rote Karte von Löbnitz und der fünfte gelbe Karton für Mittelfeldmotor Petr Krivan.


Weißenfels: Richter, Pfannschmidt, Schäffner, Risian, Löbnitz, Bettermann, Baudisch, Kriz (38. Bransch), Scharf, Dias, Krivan.


1. FC ZEITZ - 1. FC WEISSENFELS 1:1 (0:0)

Es war irgendwie bezeichnend für den Spielverlauf, wie die Tore beim 1:1 des 1. FC Zeitz gegen den 1. FC Weißenfels fielen. Erst beförderte der Weißenfelser Miroslav Risian den Ball nach einem der wenigen sehenswerten Angriffe der Gastgeber in eigene Tor (58.). Elf Minuten vor dem Ende nutzte sein Mannschaftskollege Isaque Benjamin Dias einen katastrophalen Fehler in der Zeitzer Hintermannschaft und einen Aussetzer des ansonsten überragend agierenden Zeitzer Schlussmanns Daniel Rost zum Ausgleich.  Genauso bezeichnend für das Spitzenspiel in der Landesklasse, Staffel 6, war die gereizte Laune bei beiden Trainern nach Abpfiff. Henryk Lihsa auf Seiten  des 1. FC Weißenfels stürmte mit großen Schritten und vor sich hin fluchend in die Kabine. Auch sein Zeitzer Gegenüber  Gunter Grimm war unmittelbar nach Spielende reichlich angefressen.  Beide waren mit  dem, was ihre Teams 90 Minuten vorher zeigten, wenig zufrieden. Und das aus gutem Grund. Das Spiel des zu diesem Zeitpunkt Tabellenersten gegen den Dritten war ein Spitzenspiel, das seinem Namen kaum gerecht wurde. Fußballerische Feinkost war über die gesamte Spielzeit Mangelware.
Die Partie wurde verbissen, teilweise ruppig geführt. Sechs gelbe Karten, eine gelb-rote gegen Zeitzer Patrick Schellenberg und ungezählte Fouls ließen kaum einen Spielfluss zu. Die Gäste aus Weißenfels waren spielerisch zwar einen Ticken besser, ließen es aber an der letzten Konsequenz im Torabschluss mangeln. Zeitz stand in der Abwehr relativ sicher. Nach vorn ging jedoch wenig. Henryk Lihsa war entsprechend enttäuscht. „Es hat mich total geärgert. Wir hätten das Spiel gewinnen müssen, da wir eindeutig die besser Mannschaft waren. Und manche Chance muss man auch einfach machen“, sagte er. Vermutlich hatte  Lihsa da auch die Szene in der letzten Spielminute vor Augen, die fast noch zu drei Punkten für seine Mannschaft geführt hätte. Torschütze Dias konnte sich erneut in der Zeitzer Abwehr durchsetzten und lief auf Daniel Rost zu. Doch der Unglücksrabe, der den Ausgleich noch kurz vorher mitverschuldet hatte, reagiert dieses Mal glänzend.  „Man kann Daniel beim Gegentor keinen Vorwurf machen. Und am Ende hat er seinen Fehler ja auch wieder gut gemacht“, äußerte der Zeitzer Trainer Gunter Grimm. So etwas könne jedem einmal passieren. „Am Ende ist es schade, dass wir für unsere kämpferisch überzeugende Arbeit nicht belohnt wurden. Aber im Rennen um den Aufstieg geben wir uns noch nicht geschlagen“, so Grimm. Sein Team habe, auch in Unterzahl, Mannschaftsgeist bewiesen. „Spielerisch ist noch Luft nach oben. Daran müssen wir jetzt arbeiten.“ Durch das Unentschieden verlor der 1.FC Zeitz seine Tabellenführung an den SV Merseburg, Weißenfels musste den TSV Leuna in der Tabelle passieren lassen und liegt jetzt auf dem vierten Platz.

Weißenfels: Richter - ley, Bettermann, Schäffner, Risian, Pfannschmidt, Baudisch (67. Sturm), Kriz, Scharf, Dias, Krivan


 
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Weißenfels
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